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iPhone 4-Liefersituation in Teilen Europas

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Die sächsische Zeitung hat mit dem Vorstandsmitglied „Deutsche Telekom AG“ und Sprecher der Geschäftsführung „Telekom Deutschland GmbH“, Niek Jan van Damme, ein Interview geführt, bei dem van Damme interessante Aussagen zum iPhone 4 macht. Neben Allgemeinheiten rund um den Telekomkonzern, Marktanteilen, mobiles Internet beantwortete er auch Fragen zu den Exklusivvertriebsrechten in Deutschland und der Lieferzeit. Das Thema der iPhone Exklusivvertriebsrechte ist seit einiger Zeit nicht nur in Deutschland ein Thema. Direkt darauf angesprochen sagte van Damme: „Unsere Zusammenarbeit ist langfristig angelegt und sehr erfolgreich. Aber die Branche ist schnelllebig. Das heißt nicht, dass es nicht auch in einer funktionierenden Partnerschaft zu Veränderungen kommen kann. Apple hat in vielen Ländern sein Vertriebsmodell umgestellt. Was das für den deutschen Markt bedeutet, werden wir sehen. Wir sind da intensiv mit Apple im Gespräch.“

Fakt ist: 9 bis 10 Wochen muss ein T-Mobile-Kunde augenblicklich auf sein iPhone 4 warten. Die Lieferschwierigkeiten liegen bei Apple, T-Mobile könne „noch viel mehr iPhones verkaufen, wenn Apple mehr liefern könnte“, so van Damme. In einem norddeutschen T-Mobile-Shop waren selbst Vorbestellungen von Mitte Juni 2010 noch nicht ganz abgearbeitet.

Und so sieht die allgemeine Liefersituation in Europa augenblicklich aus:

Deutschland: Die 3 Apple-Stores in Hamburg, Frankfurt und München haben iPhone 4-Geräte vorrätig und verkaufen sie zu den gleichen Bedingungen wie T-Mobile. Der Anruf bei Apple-Vertragshändlern kann sich auch lohnen, erhalten sie doch auch hin und wieder kleine Kontingente von T-Mobile. Die Konditionen sind ebenfalls dieselben wie bei T-Mobile direkt.

Der iPhone 4 Lieferstatus ist seit einiger Zeit auf einer speziellen Telekom-Webseite einsehbar und am 17. August 2010 hat die Telekom die Lieferzeiten für Apples iPhone 4 aktualisiert.

Infos zum iPhone 4 in Weiß:
„Leider gibt es seitens Apple keine neuen Hinweise, wann das iPhone 4 in Weiß geliefert werden kann.
Wir informieren Sie gerne per E-Mail, sobald das Gerät verfügbar ist“, so auf der Seite zu lesen.

Der Mobilfunk-Reseller debitel hat ebenfalls das iPhone 4 im Angebot und in einigen Filialen vorrätig, veräußert es aber nur mit debitel-Neuverträgen. Kleine Unterschiede zu den T-Mobile-Verträgen gibt es jedoch:

Anschlussgebühr ein Euro höher und

eine Nutzung als WLAN-Hotspot ist gar nicht möglich.

Der Kauf im Ausland, besonders in den Ländern, deren Rechtslage Apple dazu zwingt, Geräte ohne SIM-Lock anzubieten kann sich durchaus lohnen. Diese iPhone 4-Geräte funktionieren dann in Deutschland mit den SIM-Karten beliebiger Anbieter. In Europa kommen die Schweiz, Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien sowie Norwegen in Frage.

Schweiz: Erschwinglicher als in Deutschland, kein SIM-Lock. In der Schweiz kostet die 16-GByte-Version 769 Franken, umgerechnet etwa 580 Euro. Lässt man sich das Gerät aus der Schweiz liefern, kommen in diesem Fall aber noch Zoll und Einfuhr-Umsatzsteuer hinzu. In der Schweiz ist das iPhone zwar vertragsfrei erhältlich, aber dennoch kaum vorhanden. Es gibt Wartezeiten von bis zu 2 Monaten, da immer bloß einzelne Geräte in den Shops verfügbar sind. In Großbritannien zahlt man 499 Pfund (etwa 605 Euro) und die Lieferzeit soll zirka 3 Wochen betragen.

Die Stückzahlen des iPhone 4, die von Apple in Österreich ankommen, sind nicht ausreichend, um die Nachfrage zu befriedigen. Wer heute in einen Orange-Shop geht, muss etwa einen Monat warten, bis das Mobiltelefon geliefert wird, so Firmenchef Michael Krammer.

„Wenn wir mehr hätten, wär‘ es besser“, so der Geschäftsführer.

Die ausländischen Apple-Niederlassungen nehmen zwar deutsche Kreditkarten an, versenden das iPhone4 normalerweise aber nicht nach Deutschland. Hier hilft ein „Mail-Forward-Service“, der eine Lieferadresse im entsprechenden Kaufland hat und von dort aus die Smartphones nach Deutschland liefert. Borderlinx, ein DHL-Tochterunternehmen meldete allerdings, dass man ebenfalls mit Kapazitätsproblemen zu kämpfen habe und vom Ansturm der deutschen Käufer auf englische iPhone 4-Geräte überrannt worden sei. Seit Anfang August, nachdem man auch das Personal aufgestockt hat, soll Borderlinx wieder Herr der Lage geworden sein.

Was die Gewährleistungsansprüche anbelangt, so ist bei Käufen in anderen Staaten nach europäischem Recht der Händler vor Ort zuständig, bei Direktkäufen Apple selbst. Die internationale Garantie soll jetzt aber auch bei freien iPhone 4 Geräte aus Frankreich oder Großbritannien gewährleistet sein.

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