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Stiftung Warentest widmet sich dem iPhone 4S

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gegenstaende_088.jpgDie Stiftung Warentest hat das iPhone 4S unter die Lupe genommen und folgendes festgestellt:

Technisch hat Apple vieles verbessert, sowohl bei der Hardware als auch bei der Software. In einem Punkt hat sich das iPhone allerdings merklich verschlechtert: Der Akku hält beim iPhone 4S kürzer als beim Vorgängermodell.

Vom Äußeren her ist das iPhone 4S dem Design des iPhone 4 ähnlich. Im Inneren arbeitet jetzt jedoch ein schnellerer Prozessor – der gleiche wie im iPad 2. Hinsichtlich der Bedienung des Geräts macht das keinen enormen Unterschied, da auch das iPhone 4 flüssig lief. Beim iPhone 4S laufe nun alles ein klein wenig schneller.

Das neue iPhone kann zur Ortung neben dem amerikanischen Satelliten­ortungs­system GPS auch das russische Konkurrenzsystem Glonass nutzen. Doch Stiftung Warentest stellt hier fest, dass das iPhone 4S seine Position dadurch nicht exakter oder schneller als das Vormodell findet. Die Glonass-Unterstützung habe wohl eher Vermarktungsgründe.

Eine klare Verbesserung hingegen gebe es jedoch bei der Netzempfindlichkeit, auch wenn das Antennenproblem des iPhone 4 auch beim 4S nicht vollständig gelöst sei. Die Funkleistung reduziere sich messbar, sobald der User den sogenannten „Deathgrip“ anwendet, allerdings weniger stark als beim Vorgänger.

Die Kamera des iPhone 4S sei deutlich optimiert worden. Das iPhone 4S liefert auch sehr gute Videos, wobei die resultierenden Videodateien beim iPhone 4S sehr groß seien.

Das neue Betriebssystemversion iOS 5 wurde mit dem iPhone 4S  ausliefert. Eine der Neuerungen: Um sein neues Smartphone in Betrieb zu nehmen, braucht ein iPhone-User nun nicht mehr unbedingt einen PC mit dem Apple iTunes-Programm. Unter iOS 5 lässt sich das iPhone auch direkt am Gerät einrichten. Zudem habe Apple in iOS 5 seinen Online-Dienst iCloud integriert: Hierüber lassen sich beispielsweise Fotos, Lesezeichen sowie Kalendereinträge per Funk und Internet zwischen iPhone, iPad, Mac- und Windows-Rechnern synchronisieren. Zumindest Apples eigene Applikationen können direkt auf diesen Online-Speicher zugreifen. Der direkte Zugriff auf den Handyspeicher ist dagegen immer noch nur sehr limitiert möglich. Offenere Systeme wie Android seien da flexibler.

Eine weitere Neugestaltung gibt es nur auf dem iPhone 4S: Der Sprachassistent Siri. Ganz neu ist jedoch Sprachsteuerung und Spracherkennung nicht. Auch ältere iPhone-Modelle ließen sich über vorher determinierte Sprachbefehle steuern und jedem neueren Android-Smartphone kann der Nutzer SMS-Texte ebenso diktieren, anstelle sie einzutippen. Siri soll darüber hinaus jedoch gesprochene Fragen und Aufforderungen auch inhaltlich verstehen und entsprechend reagieren. Im durchgeführten Test funktionierte das allerdings für englische Fragen sehr viel besser als für deutsche Anfragen. Auf Fragen wie „wie viele Einwohner hat Berlin“ oder „wie viel ist 10 mal 10“ gab das iPhone im Test nur dann eine Antwort, wenn sie auf Englisch gestellt wurden. Stiftung Warentest sieht hier einen Zusammenhang mit externen Diensten wie der „Wissensmaschine“ Wolfram Alpha. Siri greift bei der Beantwortung der Fragen hierauf zurück – der Dienst funktioniert allerdings nur auf Englisch  problemlos. Die deutsche Spracherkennung sei somit noch verbesserungsfähig, so Stiftung Warentest.

Das iPhone 4S bringt aber auch eine deutliche Verschlechterung: Sein Akku ist schneller leer. Während man mit dem iPhone 4 in GSM-Netzen 10 Stunden dauerhaft telefonieren kann, reicht es beim iPhone 4S nur für achteinhalb Stunden. Als Musikspieler hält das iPhone 4 mehr als 60 Stunden durch, das iPhone 4S lediglich 44 Stunden.

Was die Standby-Zeiten anbelangt – hier laufen die Tests noch. Es scheint aber, dass es Apple nicht gelungen ist, den höheren Stromverbrauch des neuen Prozessors durch einen stärkeren Akku auszugleichen.

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