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Klage gegen Apple wegen Hausdurchsuchung im Fall des verloren gegangenen iPhone-Prototypen
Wegen der Suche nach einem verloren gegangenen iPhone-Prototyp droht Apple eine Klage. Sergio Calderon, dessen Haus durchsucht wurde, will gerichtlich gegen den Technologiekonzern Apple vorgehen. Die Gespräche mit Apple seien ohne Resultat geblieben, so Calderons Rechtsanwalt David Monroe gegenüber Cnet.
Der iPhone-Prototyp war im August 2011 in der Bar Cava 22 in San Francisco abhanden gekommen. Apple-Mitarbeiter glaubten, das verlorene Gerät in einem nahegelegenen Wohnhaus geortet zu haben. Begleitet von 4 Polizisten gingen sie dorthin, durchsuchten das Haus – doch die Suche blieb erfolglos.
Calderon sagte später, die Apple-Mitarbeiter hätten sich vor der Razzia nicht zu erkennen gegeben. Wenn er gewusst hätte, dass sie keine wirklichen Polizisten seien, hätte er sie nicht eingelassen. Da die begleitenden Polizisten es billigten, dass Privatpersonen Calderons Haus durchstöberten, leitete die Polizei eine interne Untersuchung ein.
Calderon erklärte im September 2011 einen Anwalt einschalten zu wollen und gegen die Verletzung seiner Bürgerrechte vorzugehen. Er habe die erfolglosen Verhandlungen mit Apple beendet, so sein Anwalt. Nun werde er den nächsten Schritt veranlassen. Es soll eine Klageschrift verfasst werden, die in den kommenden Wochen bei Gericht eingereicht würden.
Welcher Art die Beschuldigungen und Forderungen seien, darüber wurden keine Angaben gemacht.
Apple wollte wie so oft schon, sich zu der Affäre nicht äußern.
Im September suchte Apple nach neuen Sicherheits-Mitarbeitern um sein Team aufzustocken. Im November der Sicherheitschef entlassen.
Auch im Juli 2010 war ein iPhone-Prototyp verloren gegangen und Gizmodo.com Chef-Redakteur war in dessen Besitz gekommen. Er hatte Artikel über das iPhone publiziert und sich so den Zorn des damaligen Apple-CEO Steve Jobs zugezogen.
