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iPad zum lernen
Hat Apple in den letzten Jahren das Geschäft mit Computern, Musik und Handys aufgemischt, so sind jetzt der Bildungsmarkt und die Buchbranche an der Reihe.
Es ist die erste große Apple-Ankündigung nach dem Tod von Jobs.
Apple prescht auf den amerikanischen Bildungsmarkt vor – und könnte dabei auch weltweit das Buchgeschäft umkrempeln. Denn neben dem Fokus auf digitale Lernbücher in den USA stellte der Konzern am Donnerstag eine kostenlose Plattform vor, mit der jeder in einfachen Schritten interaktive E-Books erstellen kann.
Zudem baut Apple seine Bildungs-Plattform „iTunes U” zu einem Programm für den Lernbetrieb aus, in dem man zum Beispiel auch Hausaufgaben erledigen oder mit seinem Lehrer kommunizieren kann.
Mit der Software „iBooks Author” lassen sich neben Texten auch Grafiken, Animationen und Videos in selbsterstellte Digitalbücher einbinden. In Anspielung auf ein Apple-Programm zum kinderleichten Musizieren spricht der Konzern selbst von „GarageBand” für die Produktion digitaler Bücher.
Als erstes Ziel wolle Apple das Lernbuch neu erfinden, kündigte Marketingchef Phil Schiller an. Mit der neuen Version des Lese-Programms iBooks lassen sich interaktive Inhalte wie animierte Grafiken besser anzeigen. Mehrere große US-Verlage sind zum Start mit ihren Lernbüchern dabei. Schon in den vergangenen Jahren seien bereits mehr als 20 000 Lern- und Bildungs-Apps für das iPad entstanden, sagte Schiller.
Auch wenn es am Anfang vor allem um den amerikanischen Markt geht, machte Apple größere Ambition deutlich: Die neue „iTunes U”-App soll in vielen Ländern verfügbar sein. „Damit können Lehrern und Studenten alles nötige direkt auf ihren iPads erledigen.” Bisher konnte man sich bei „iTunes U” Lernmaterial wie Videos von Vorlesungen herunterladen.
